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Hilfe in Weißrussland

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Weißrussland

Zwei Drittel aller kinderreichen Familien in Weißrussland leben an oder unter der Armutsgrenze.

Viele Menschen wissen auch mit einer Arbeit nicht, wie sie über die Runden kommen oder für Medikamente oder Schulsachen bezahlen sollen.

Mit verschiedenen Einrichtungen und Projekten verbessern wir das Leben der Menschen vor Ort und schaffen Zukunftsperspektiven.




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Kinderzentrum Smorgon

Das Kinderzentrum in der Pfarre in Smorgon, einer Stadt im Nordwesten Weißrusslands, besuchen die Kinder nach der Schule. Für sie ist es ein Ort, an dem sie in liebevoller Atmosphäre den Nachmittag verbringen können.

Meist kommen die Kinder aus sehr armen Verhältnissen. Die Armut in den Familien ist hier allerdings oft versteckt, denn die Eltern gehören zu den sogenannten "Working Poor". Sie müssen zum Teil in bis zu drei Jobs arbeiten, um die Familie durchbringen zu können.

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Nachdem die Kinder aus der Schule hier ankommen, bekommen sie zunächst von den Schwestern, die das Kinderzentrum führen, ein warmes Essen.

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Die Kinder können sich hier nach der Schule satt essen. Die warme Mahlzeit tut vor allem jetzt im Winter gut.

Durch das Essen im Kinderzentrum bleiben sie kräftig und können danach besser für die Schule lernen.

Und falls ein Kind noch hungrig ist, bekommt es gerne einen Schöpfer nach.

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Manche Kinder haben sich die ersten Male, als sie ins Kinderzentrum kamen, nicht getraut, dort etwas zu essen.

Denn von daheim bekommen die Kinder vermittelt, dass ihre Familie nicht arm ist und keine Hilfe braucht.

Einige unter ihnen würden ohne dem Essen im Kinderzentrum allerdings hungrig zu Bett gehen. Viele Eltern können ihren Kindern zuhause keine ausreichenden Mahlzeiten bieten.

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Nach dem Essen heißt es für die Kinder erst mal spielen und sich ein bisschen austoben.

Die Schwestern beschäftigen sich liebevoll und mit vollem Einsatz mit den Kindern - ob beim Kartenspiel oder am Tischfußballtisch.


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Nach dem Freizeitprogramm steht für die Kinder Hausübungen machen und Lernen am Programm.

Die Schwestern werden dabei von jungen Freiwilligen unterstützt, die als Schulkinder selbst ins Kinderzentrum gekommen sind.

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Für die Kinder ist ein Schulabschluss ganz wichtig, damit sie später einen guten Arbeitsplatz finden und dadurch der Armut entkommen können.

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Nach dem Nachmittag im Kinderzentrum begleiten wir den zehnjährigen Viktor heim zu seiner Familie.

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Viktors Familie ist besonders, denn neben seinen drei - bald vier - leiblichen Geschwistern wächst er auch mit drei Pflegegeschwistern auf.

Seine Mutter Serafima ist von Beruf Pflegemutter. Ihre drei Pflegekinder sieht sie wie ihre eigenen Kinder an. Sogar ein schwer beeinträchtigtes Kind hat die Familie bei sich aufgenommen.

Serafima wuchs selbst bereits mit einer Pflegeschwester auf, für sie ist dies also ganz natürlich. Ihr Mann Aleksej hingegen ist ohne Vater aufgewachsen und möchte daher nun anderen vaterlosen Kindern ein Vater sein.

In Weißrussland bekommen Pflegeeltern nur ein geringes Gehalt für ihre Tätigkeit. Die Familie ist daher dankbar, dass ihre Kinder im Kinderzentrum ein warmes Essen und Lernhilfe bekommen. Das bedeutet für sie eine große Entlastung.

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Winternothilfe

Caritas-MitarbeiterInnen machen sich im Rahmen unserer Winternothilfe in entlegene Dörfer auf. Dort besuchen sie notleidende Familien und ältere allein lebende Personen und versorgen sie mit den notwendigsten Dingen. 

Heute sind sie in Brjagin unterwegs. Brjagin ist der nächstgelegene Bezirk zu Tschernobyl. Die Häuser dort sind meist in einem desolaten Zustand, oft gibt es kein fließendes Wasser.

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Die Familie lebt in einem aufgrund der Tschernobyl-Katastrophe ausgesiedeltem Dorf. Hier war es für die arme Familie einfach, ein Haus zu bekommen. Mit einer staatlichen Genehmigung dürfen sie hier wohnen.

Ludmila wohnt mit ihrer Tochter, ihrer Enkeltochter und ihrem geistig beeinträchtigten Sohn im Haus.

Ludmilas kleine Pension und der geringe Lohn ihrer Tochter, den sie als Wäscherin in einem Krankenhaus verdient, reichen für die Familie zum Leben nicht aus.




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Die Hilfspakete mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, aber auch Kleidung, Medizin und Brennmaterialien helfen der Familie, gut über den Winter zu kommen.

Caritas-Mitarbeiterin Alina weiß, wie wichtig die Winternothilfe für diese Familien ist. „Vor allem Großfamilien, Menschen mit Beeinträchtigungen und ältere Menschen leben in Weißrussland oft in großer Armut. Der Winter ist für sie eine besonders schwierige Zeit, da sie neben ihren täglichen Sorgen auch mit der Kälte zu kämpfen haben.“

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Larisa, die Enkeltochter, ist 10 Jahre alt und das jüngste Familienmitglied.

Etwas schüchtern aber auch stolz erzählt sie uns, dass sie Leichtathletik, vor allem Weitspringen, besonders mag und auch schon Wettbewerbe darin gewonnen hat.
Ihr Lieblingsfach in der Schule ist daher natürlich Sport.

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Die Familie hat nur einen alten Steinofen um ihr bescheidenes Haus zu heizen.

Meist gelingt es ihnen im harten Winter Weißrusslands aber nicht, die Kälte in ihrem Heim zu vertreiben.

Durch die Winternothilfe erhält die Familie Brennholz, damit sie den Winter hindurch ihr Haus so gut es geht warm halten können und nicht krank werden.


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Mit der Winternothilfe mindern wir die Not dieser Familie und vieler anderer in Weißrussland.

Damit sie wieder mit Hoffnung nach vorne blicken und für ihre Kinder eine bessere Zukunft gestalten können.

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Caritas-Zentrum St. Lukas

In St. Lukas in Minsk können schwerkranke Kinder mit ihren Begleitpersonen (meist den Müttern) kostenlos wohnen und essen.

Denn krebskranke Kinder sind für Familien nicht nur eine menschliche Tragödie, sondern auch in vielen Fällen eine enorme finanzielle Belastung.

Die Betreuungseinrichtung ist daher für die Familien die einzige Möglichkeit, zur Behandlung ihrer Kinder nach Minsk zu kommen.


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Mit dem nahe gelegenen onkologischen Zentrum für Kinder besteht eine enge Kooperation.

Die kleinen PatientInnen werden mit einem Bus des Krankenhauses geholt und nach der Behandlung wieder nach St. Lukas zurückgebracht.

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Svetlana leitet das Caritas-Zentrum. Für sie sind die Kinder hier etwas ganz Besonderes.

Vor allem erstaunt sie immer wieder, wie diszipliniert sich die Kinder verhalten und mit welcher Stärke sie gegen ihre Krankheit ankämpfen.

Auch die Unterstützung, die die Mütter sich untereinander geben, empfindet sie als sehr bemerkenswert.

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Michail ist drei Jahre alt und an Krebs erkrankt. Zurzeit wohnt er mit seiner Oma in St. Lukas, damit er in der Kinderkrebsklinik in Minsk behandelt werden kann.

Seine Mutter hat vor kurzem ein weiteres Kind bekommen, daher konnten seine Eltern ihren Heimatort, der viele Kilometer von Minsk entfernt liegt, nicht verlassen.

Doch Michail ist auch ohne seine Eltern ganz schön stark. Beim Telefonat mit seinem Opa, der plötzlich zu weinen anfing, sagte er ganz keck: „Opa, richtige Männer weinen nicht!“

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Wir begleiten Michail und seine Oma bei ihrer morgendlichen Routine.

Michail muss täglich sehr viele Medikamente einnehmen. Damit er zunimmt, bekommt er außerdem Nahrungs- ergänzungsmittel und Spezialnahrung.

Michail wiegt zwölf Kilogramm, normal für sein Alter wären allerdings zwischen 16 und 18 Kilos.


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Die Kosten für die Anreise zur Klinik und für die Übernachtung in Minsk wäre für die Familie zu hoch.

„Es ist eine große Erleichterung, dass wir in St. Lukas kostenlos wohnen können. Hier hat Michail eine Umgebung, in der er sich von den Behandlungen erholen kann“, ist Michails Oma dankbar.

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Zwei Wochen vor unserem Besuch ging es  Michail sehr schlecht. Er hatte vier Kilo verloren und konnte nur mehr liegen.

Jetzt kommt er langsam wieder zu Kräften und kann mit etwas Hilfe wieder gehen. Stolz zeigt er es uns Schritt für Schritt.

Besonders viel Spaß hat er beim Airhockey-Tisch spielen mit seiner Oma. Hier kann er zumindest für ein paar Minuten einfach ein ganz normales Kind sein.


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So können Sie helfen

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