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Ernährungssicherung in der DR Kongo

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Ernährungsstationen

In vier Caritas-Ernährungsstationen und Gesundheitszentren in der Demokratischen Republik Kongo werden jährlich über 2.150 unterernährte Babys und Kleinkinder gesund gepflegt. Die Kleinen sind zwischen 0 und 5 Jahre alt.
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Die Ernährungsstationen befinden sich in Vororten und Armenvierteln von Kinshasa, der Hauptstadt der DR Kongo.

Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in dem Land sind unter- oder mangelernährt. Besonders davon betroffen sind Kinder.
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Bei der Aufnahme in die Ernährungsstation untersucht ein Arzt die Kinder genau und stellt den Grad der Unterernährung fest.

Er zeigt Andrea Fellner, Mitarbeiterin der Caritas OÖ Auslandshilfe, worauf man bei der Untersuchung achten muss. Er schaut z.B. ob das Kind Ödeme (Schwellungen aufgrund von Wassereinlagerungen) hat.

Solche Schwellungen sind ein Anzeichen dafür, dass das Kind nicht richtig ernährt wird.


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Bei Unterernährung unterscheidet man zwischen einer moderat akuten und einer schwer akuten Unterernährung.

Kinder mit einer moderat akuten Unterernährung, die noch Appetit haben, behandeln wir ambulant. Wir füttern sie mit einem Spezialbrei.

Kinder mit schwer akuter Unterernährung haben keinen Appetit mehr und können nichts mehr essen. Sie kommen mit Fieber, Blutarmut, Durchfall, Dehydrierung oder manchmal sogar Malaria in die Ernährungsstation.

Diesen Kindern verabreichen wir Antibiotika. Und wir geben ihnen therapeutische Milch, weil sie nichts mehr essen.
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Wenn die Kinder schwer unterernährt sind, können die Mütter mit ihnen bis zu einem Monat in der Ernährungsstation bleiben.

Die Kleinen erhalten dann alle drei Stunden Sojamilch und werden bei Bedarf mit Medikamenten versorgt.

In leichteren Fällen erhalten die Mütter für ihre Kleinen Brei als Zusatznahrung, mit dem sie sie daheim füttern können.    
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Dieses Mädchen ist so untergewichtig, dass sie keine Kraft zum Gehen hat und auch ihren Kopf oft nicht richtig heben kann.
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Mit einem weißen Plastikband mit einer Rot-Gelb-Grün-Farbskala wird der Armumfang des Mädchens gemessen. Es zeigt deutlich, dass das Mädchen viel zu untergewichtig ist.



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Die Kleinen werden mit einem Brei gefüttert, der aus Öl, Zucker, Erdnüssen und Soja besteht.

Der Brei macht satt, ist nahrhaft und die Kinder nehmen durch ihn schnell zu.
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Meine zweijährige Tochter Ataka war sehr krank
und hatte starkes Fieber. Da ich kein Geld hatte,
um sie behandeln zu lassen, behielt ich sie zu Hause.

Dann ist mein Schwager gekommen, um uns zu besuchen.
Als er das Kind gesehen hat, hat er mir Geld gegeben,
damit ich mit ihr ins Gesundheitszentrum von Lukunga
fahren konnte.

Als wir ankamen, haben sie einige Tests mit meiner Tochter gemacht. Dabei wurde festgestellt, dass sie unterernährt war.
Die Krankenschwestern haben mich angewiesen, meiner Tochter nur am Vormittag, zu Mittag und am Abend Sojamilch zu geben. Und ihr nichts zu essen zu geben.    

Jetzt geht es Ataka besser und besser, sie isst wieder sehr gut - Sie sehen es ja selbst.
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Nach dem stationären Aufenthalt der Kinder erfolgt die ambulante Nachbetreuung. Die Mütter kommen dann einmal in der Woche mit ihren Kindern in die Ernährungsstation zur Kontrolle.


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Die Kinder werden bei der Kontrolle gewogen
und ihre Entwicklung wird überprüft.
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Besonders wichtig ist den Krankenschwestern die Aufklärungsarbeit in den Familien.

Dazu halten sie Vorträge für die Eltern. Sie zeigen ihnen, wie sie ihren Nachwuchs mit den bescheidenen Möglichkeiten bestmöglich ernähren können.
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Weil in den entlegenen Dörfern viele die Caritas-Ernährungsstationen noch nicht kennen, fahren MitarbeiterInnen regelmäßig hinaus, um über das Angebot zu informieren.

Sie identifizieren dabei auch Kinder, die dringend stationär behandelt werden müssten und überzeugen die Eltern, ihre Kinder in einer Ernährungsstation untersuchen zu lassen.

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Landwirtschaftsprojekt

Die Caritas unterstützt in der Region Luozi in rund 45 Dörfern die Bevölkerung bei der Bewirtschaftung des Landes.

KleinbäuerInnen erhalten Saatgut, Werkzeuge und landwirtschaftliche Geräte. 

Außerdem nehmen sie an Schulungen über moderne Anbaumethoden sowie die Nutzung von verbessertem Saatgut und neuen Nutzpflanzen teil.

So können die Menschen ihre Erträge steigern und dadurch ihre Ernährung  langfristig und eigenständig sichern.


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Caritas-Landwirtschaftstechniker sind ständig vor Ort um die Bäuerinnen und Bauern bei ihrer Arbeit zu beraten.

Durch das Steigern der Produktion wird nicht nur die Grundversorgung mit Nahrung gesichert. Der Ernte-Überschuss kann am Markt verkauft werden.

Dabei unterstützen die Agronomen die Bauern bei der Lagerung, Vermarktung und dem Transport der Ernte. 

Mit dem Gewinn aus dem Verkauf können die Familien das Schulgeld ihrer Kinder und ihre medizinische Versorgung bezahlen.
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„Meine Pflanzen wachsen sehr gut“, sagt Antoinette stolz und blickt über ihr Feld.
Die 45-jährige Kleinbäuerin besitzt ein kleines Stück Land. Vor drei Jahren, als ihr Mann starb, hat sie an einer Schulung der Caritas teilgenommen und gelernt, wie man die Felder richtig bestellt und sie ihren Ernteertrag steigern kann.

Heuer baut sie zum ersten Mal Bananenpalmen an. 30 Setzlinge hat sie im Landwirtschaftsprojekt bekommen. Die Bananenpalmen wird Antoinette in einer Mischkultur mit Maniok, Erdnüssen und Mais kombinieren, damit sie auch in der Zwischenzeit etwas ernten kann.

Für sie bedeuten die Bananenpalmen zusätzliche Nahrung und ein Einkommen aus dem Verkauf ihres Ernteüberschusses. 
„Ich kann meiner Tochter, die ich als Waisenkind aufgenommen habe, einen Schulbesuch und eine bessere Zukunft ermöglichen“, erzählt Antoinette selbstbewusst. 






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Durch unser Landwirtschaftsprojekt erhalten Familien in Luozi Hühner, Ziegen, Schafe und Fische. Zusätzlich lernen sie, wie man die Tierhaltung richtig betreibt.

Die Tiere helfen den Menschen auf vielfältige Weise zu überleben. Ziegen z.B. verbessern die Ernährung der Menschen und der Mist dient als Dünger für die Felder. Zusätzlich kann durch den Verkauf der gezüchteten Ziegen das Schulgeld für die Kinder oder Medikamente bezahlt werden.
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Viele Jugendliche in Luozi haben keine Ausbildung und dadurch keine Chance auf eine Arbeit.

Durch das Landwirtschaftsprojekt bekommen sie eine Lehrstelle und dadurch eine Perspektive für ihre Zukunft.

Junge Männer können eine Schmiedelehre absolvieren, Frauen wird ermöglicht, den Beruf der Schneiderin zu erlernen. 
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Am Ende der Ausbildung erhalten die Frauen als Starthilfe für ein eigenes Geschäft eine Nähmaschine.
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Projekt ECOSAN

Im Stadtviertel Chad in Kinshasa leben 15.700 Menschen -  
90 Prozent davon unter der Armutsgrenze. Die meisten ernähren sich von dem, was sie im eigenen kleinen Garten anbauen. Bei vielen Familien reicht die Ernte aber oft nicht aus, um alle satt zu machen.
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Die Caritas-MitarbeiterInnen schulen und motivieren die Menschen dazu, Gemüse zu pflanzen, das im Klima Kinshasas gut gedeiht, bei den Familien aber bisher kaum oder keine Tradition hatte.

Dazu zählen z. B. Melanzani, verschiedene
Salatpflanzen, Bohnen, etc.

Unterstützt werden die BäuerInnen außerdem mit verbessertem Saatgut und Werkzeug.



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Bislang waren die EinwohnerInnen von einer einzigen Wasserquelle abhängig. Deshalb wurden in Chad sechs Brunnen gebohrt, um den Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zu erleichtern.

Für die Brunnen ist keine externe Wartung nötig. Die einfachen Handpumpen können vom örtlichen Wasserkomitee selbst repariert werden.
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Ein Großteil der Haushalte in Chad besitzt keine Toilette. Es werden stattdessen einfache, in den Boden gegrabene Löcher verwendet. Bei stärkerem Regen laufen diese über und verschmutzen die nahe gelegene Quelle.

Daher wurden dort bislang 60 Trockentoiletten gebaut.
Das hat für die Menschen gleich zwei Vorteile: 
Die bestehende Quelle im Viertel wird nicht mehr verunreinigt. Und die kompostierten Exkremente in den Trockentoiletten können als Düngemittel für die Gemüsefelder der Haushalte genutzt werden. Die Ernte ist dadurch viel ertragreicher und die Gemüsepflanzen sind nahrhafter.

Um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren, werden sie zusätzlich in Hygieneschulungen unterrichtet.




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Die Menschen im Stadtviertel Chad werden dabei unterstützt, eine Entenzucht zu starten.

Das hat viele Vorteile: die Nahrung der Familien wird dadurch eiweißreicher,  die Entenhaltung bringt zusätzlichen Dünger für die Gemüsefelder und mit dem Verkauf der Tiere können die Familien ihr Einkommen steigern.
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